SK RAPID WIEN – US SASSUOLO


Obwohl der SK Rapid alle Tore des Abends schoß, mussten sich die Hütteldorfer mit einem mehr als glücklosen Unentschieden gegen die US Sassuolo Calcio zufrieden geben. Den 22.000 Zusehern im Allianz-Stadion wurde ein Wechselbad der Gefühle geboten.

Rapid dominierte das Spiel praktisch ab der ersten Sekunden, die Mannschaft zeigte sich enorm spielfreudig und wirkte deutlich agiler als in den letzten Meisterschaftspartien. Schon nach wenigen Minuten musste der Tormann der Italiener einen wuchtigen Schuß von Joelinton parieren. Die Hütteldorfer strotzten vor Selbstvertrauen, gingen entschlossen in die Zweikämpfe und bauten schon im Mittelfeld enormen Druck auf den Strafraum des Gegners auf.

Belohnt wurden die Mühen schnell, bereits in der siebenten Minute nutzte Louis Schaub das durch einen Eckball bedingte Durcheinander in der gegnerischen Abwehr und verwandelte aus kurzer Distanz souverän zum Führungstreffer von Rapid. Zwischenstand 1:0.

Mit der Führung im Nacken spielte der SCR groß auf, erhöhte unter fleißiger Mithilfe der Fans das Pressing weiter und spielte sich schnell in ein Powerplay, wie man es sonst nur vom Eishockey kennt. Schwab und Murg kamen schnell zu weiteren Großchancen. Auch Traustason sowie Joelinton präsentierten sich hervorragend, gewannen viele Zweikämpfe und leiteten immer wieder Angriffe ein.

Bis zum Ende der Halbzeit schien es wirklich gut zu laufen für die Truppe von Mike Büskens. Zwar musste Strebinger nach etwa 20 Minuten bei einem Schuß auf seinen Kasten entschärfend eingreifen, wirklich gewackelt hatte die Führung bis zur Pause aber nie, eben auch weil der Schlußmann eine großartige Partie spielte.

Nach der Pause kam Rapid mit Max Hofmann statt Christopher Dibon aus der Kabine. Doch beide Mannschaften wirkten, als ob sie Rollen getauscht hätten. US Sassuolo übernahm das Spiel völlig. Rapid leistete sich in Folge mehrere Abspielfehler und hatte immer öfter auch bei Zweikämpfen das Nachsehen. Die Hütteldorfer kamen nicht mehr so in die Gänge wie zu Beginn des Spiels. Die Italiener suchten verbissen nach dem Ausgleich, doch sie scheiterten immer wieder an Richard Strebinger. Obwohl Rapid durch Konter auch zu kleineren Chancen kam, war Sassuolo dem Ausgleich nahe.

In der 66. Minute belohnte ausgerechnet der bis dato fehlerfrei spielende Thomas Schrammel die Gäste mit einem Eigentor. Vollkommen unbedrängt verwandelte er eine Hereingabe in den eigenen Strafraum per Kopf. Strebinger war chancenlos, zumal der als Rückpass gedachte Kopfball gegen seine Laufrichtung platziert war. Zwischenstand 1:1.

Mike Büskens versuchte zu reagieren und brachte Jelic statt Traustason. Rapid probierte, wieder die Oberhand zu erlangen. Doch Joelinton und der sehr offensiv orientierte Kapitän Stefan Schwab blieben immer wieder in der Abwehr von Sassuolo hängen. Schaub lief viel und beackerte seine Laufwege fleißig, aber auch er wurde von der italienischen Abwehr gekonnt aus dem Spiel genommen.

Gegen Ende hin war es Strebinger, der Schlimmeres aus Sicht der Rapidler verhinderte, er bewahrte seine Mannschaft mit starken Reflexen vor einer Niederlage.

Nach 92 Minuten war die Partie vorbei, der SK Rapid hätte schon in der ersten Halbzeit alles klar machen können, scheiterte aber mehrmals knapp. US Sassuolo zeigte sich ebenbürtig, der Ausgleich war zwar verdient, aber glücklich. Alles in allem kann das grundsätzlich starke Spiel von Grün-Weiß trotzdem als Lebenszeichen gewertet werden. Rapid wirkte gefestigter als in den Bundesligabegegnungen der letzten Zeit. Ein gutes Vorzeichen für das Wiener-Derby am 23.10. im Allianz Stadion. Endstand 1:1.

 

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Fotographer: Daniel Widner, Philipp Hacker